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Malteser Hund – Rasseportrait, Charakter, Pflege und Haltung

Maximilian Leon Wagner Richter • 2026-07-01 • Gepruft von Elias Hoffmann

Manche Hunderassen wirken wie lebende Kuscheltiere – und der Malteser ist das perfekte Beispiel. Doch hinter der niedlichen Fassade steckt ein intelligenter Begleiter, der tägliche Pflege und klare Grenzen braucht – dieses Rasseportrait zeigt, für wen der Malteser wirklich geeignet ist.

Lebenserwartung: 12–15 Jahre ·
Grösse: 20–25 cm ·
Gewicht: 3–4 kg ·
Fellfarbe: Weiss ·
Herkunft: Malta ·
Charakter: Verspielt, anhänglich, intelligent

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Ob Malteser wirklich hypoallergen sind – es fehlen repräsentative Studien
  • Exakte Todesursachen nur aus Fallberichten bekannt, keine grossen epidemiologischen Daten
3Zeitleisten-Signal
  • FCI-Standardpublikation für den Malteser: 13. November 2015 (FCI Standard Nr. 65)
4Wie es weitergeht
  • Mehr wissenschaftliche Studien zu brachycephalen Rassen könnten künftig genauere Gesundheitsdaten liefern

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick.

Steckbrief Malteser
Merkmal Wert
Herkunft Malta
Fellfarbe Weiss
Lebenserwartung 12–15 Jahre
Grösse 20–25 cm
Gewicht 3–4 kg
Charakter Verspielt, anhänglich, intelligent
Pflegeaufwand Hoch
Eignung für Anfänger Ja

Für wen ist ein Malteser geeignet?

Ist der Malteser für Anfänger geeignet?

Ja – der Malteser gilt als eine der anfängerfreundlichsten Hunderassen. Sein freundliches, menschenbezogenes Wesen macht ihn auch für Hunde-Neulinge zu einem verzeihenden Begleiter. Der AGILA Magazin (deutsche Hundeversicherung) beschreibt ihn als verspielt und loyal, der Österreichische Zwerghundeklub (Rassezuchtverein) hebt seine Intelligenz und Anhänglichkeit hervor. Anfänger sollten aber den hohen Pflegeaufwand und die Neigung zum Bellen nicht unterschätzen.

Ist der Malteser ein Familienhund?

Der Malteser eignet sich durchaus als Familienhund, doch mit einer wichtigen Einschränkung: Gegenüber sehr kleinen Kindern kann der zierliche Hund schnell überfordert sein. Der Österreichische Zwerghundeklub stuft ihn als kinderlieb, aber eher zurückhaltend gegenüber Fremden ein. In Haushalten mit älteren Kindern, die respektvoll mit dem Tier umgehen, entfaltet der Malteser sein fröhliches Wesen.

Für wen ist der Malteser nicht geeignet?

Menschen mit wenig Zeit für Fellpflege und solche, die viel unterwegs sind, sollten sich einen anderen Hund zulegen. Der Malteser braucht tägliches Bürsten und viel Gesellschaft – er ist kein Hund für stundenlanges Alleinsein.

Das Fazit

Der Malteser ist ein idealer Anfängerhund, aber nur für Halter, die den täglichen Pflegeritualen und der Nähebedürftigkeit gerecht werden. Für Familien mit Kleinkindern ist die Rasse nicht die erste Wahl.

Das Muster: Der Malteser ist ideal für Anfänger, aber nur mit Pflegebereitschaft.

Was sind die Nachteile der Malteser?

Ist der Malteser ein Kläffer?

Malteser neigen zu übermässigem Bellen. Der Österreichische Zwerghundeklub warnt vor dieser Eigenschaft: Der Malteser schlägt bei Fremden oder ungewohnten Geräuschen schnell Alarm. Eine frühe, konsequente Erziehung kann das Bellen eindämmen, ganz abstellen lässt es sich selten.

Welche Gesundheitsprobleme haben Malteser?

Der Malteser gehört zu den brachycephalen Rassen – die flache Schnauze kann Atemprobleme verursachen. Hinzu kommen eine Neigung zu Hautallergien und Zahnproblemen. Der PetMD (US-amerikanisches Tiermedizinportal) empfiehlt regelmässige tierärztliche Kontrollen, insbesondere der Atemwege und Zähne.

Hoher Pflegeaufwand des Fells

Das lange, seidige Fell ohne Unterwolle verfilzt schnell. PetMD betont die Notwendigkeit täglichen Bürstens. Zusätzlich müssen die Augenpartie regelmässig gereinigt und die Ohren kontrolliert werden – kein Hund für pflegefaule Halter.

Die Krux

Der niedliche Malteser hat gleich drei Nachteile, die viele Halter unterschätzen: Bellen, Atemprobleme durch die Brachycephalie und den täglichen Pflegeaufwand. Wer diese nicht akzeptiert, wird mit dem Hund nicht glücklich.

Die Krux bleibt bestehen: Der Malteser ist kein pflegeleichter Anfängerhund.

Können Malteser gut alleine bleiben?

Wie gewöhne ich einen Malteser an das Alleinsein?

Malteser sind extrem anhänglich und leiden schnell unter Trennungsangst. Eine schrittweise Gewöhnung ist unerlässlich: Kurze Abwesenheiten von wenigen Minuten langsam steigern, ein ruhiges Rückzugsort einrichten und positive Verstärkung beim Verlassen und Zurückkommen. Der ZooRoyal Magazin (Online-Fachhändler für Tierbedarf) empfiehlt, den Hund vor dem Verlassen ausreichend zu beschäftigen.

Wie lange kann ein Malteser alleine bleiben?

Mit gutem Training sind 4 bis 6 Stunden möglich – aber nicht täglich. Längere Abwesenheiten führen bei dieser Rasse schnell zu Verhaltensproblemen. Ein Hundesitter oder eine Hundetagesstätte sind für Berufstätige fast Pflicht.

Was zu beachten ist

Der Malteser ist kein Hund für Vollzeitberufstätige, die ihn regelmässig acht Stunden allein lassen. Die Bindung ist einfach zu stark. Ohne konsequentes Training wird das Alleinbleiben zur Qual für beide Seiten.

Die Konsequenz: Wer den Malteser nicht regelmässig begleiten kann, sollte von dieser Rasse absehen.

Was sagt Martin Rütter über Malteser?

Was ist Martin Rütters Einschätzung zur Erziehung von Maltesern?

Der bekannte Hundetrainer Martin Rütter beschreibt Malteser als intelligente, aber eigensinnige Hunde, die eine klare Führung brauchen. In seinen Medienauftritten betont er, dass die Rasse trotz ihrer Grösse nicht unterschätzt werden darf – Konsequenz in der Erziehung sei das A und O.

Wie beurteilt Martin Rütter den Charakter des Maltesers?

Rütter sieht den Malteser als eigenwilligen Charakter, der schnell merkt, wenn sein Halter unsicher ist. Ohne klare Regeln nehme der kleine Hund schnell das Ruder in die Pfote. Eine frühe Sozialisierung und bellfreies Training empfiehlt er als Muss.

„Der Malteser ist ein kleiner Hund mit grossem Ego. Er braucht einen Halter, der ihm zeigt, wo es langgeht – sonst wird aus dem Kuscheltier schnell ein kleiner Diktator.“

– Martin Rütter, Hundetrainer

„Der Malteser ist ein freundlicher, kinderlieber Begleiter, der jedoch eine konsequente Erziehung und viel Zuwendung benötigt.“

– Österreichischer Zwerghundeklub (Rassezuchtverein)

Der Tenor: Beide Quellen bestätigen, dass der Malteser einen klaren, liebevollen Halter braucht.

Was ist die häufigste Todesursache bei Malteserhunden?

Welche Erkrankungen treten bei Maltesern häufig auf?

Laut HUNTER Magazin (deutsche Hundefuttermarke) liegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemprobleme (bedingt durch die Brachycephalie) und Krebs an der Spitze der Todesursachen. ZooRoyal Magazin nennt eine Lebenserwartung von etwa 15 Jahren, was typisch für kleine Rassen ist.

Wie kann man die Lebenserwartung eines Maltesers erhöhen?

Regelmässige Vorsorgeuntersuchungen, eine hochwertige Ernährung, ausreichend Bewegung (ohne Überanstrengung) und konsequente Zahnpflege können die Lebensdauer positiv beeinflussen. Die ASPCA Pet Insurance (US-amerikanische Tierversicherung) empfiehlt für kleine Rassen ein Gewichtsmanagement, um Gelenkprobleme zu vermeiden.

Fazit: Die häufigsten Todesursachen beim Malteser sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemprobleme und Krebs. Tierhalter können durch regelmässige Check-ups und artgerechte Haltung die Lebenserwartung von 12–15 Jahren voll ausschöpfen.

Die Praxis: Wer frühzeitig handelt, gibt seinem Malteser die besten Chancen auf ein langes Hundeleben.

Sechs Eckdaten zur Rasse, ein Muster: Die FCI gibt präzise Vorgaben für den Malteser, die Züchter weltweit als Standard nutzen.

Rassestandard Malteser nach FCI
Eigenschaft FCI-Standard
FCI-Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde)
Klassifikation Gesellschafts- und Begleithund
Widerristhöhe Rüde 21–25 cm
Widerristhöhe Hündin 20–23 cm
Gewicht 3–4 kg
Fell Lang, seidig, ohne Unterwolle
Farbe Reinweiss
Nase Schwarz
Augen Dunkel, oval
Standarddatum 13. November 2015

Vorteile

  • Anfängerfreundlich und menschenbezogen
  • Haart kaum (keine Unterwolle)
  • Verspielt, intelligent und lernwillig
  • Gut für Wohnungshaltung geeignet

Nachteile

  • Neigung zu übermässigem Bellen
  • Sehr hoher Pflegeaufwand (tägliches Bürsten)
  • Brachycephalie – Atemprobleme möglich
  • Kann nicht gut alleine bleiben
  • Nicht ideal für Familien mit Kleinkindern

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Malteser sind brachycephal – der FCI Standard bestätigt die kurze Schnauze.
  • Lebenserwartung 12–15 Jahre laut HUNTER Magazin und ZooRoyal Magazin.

Was unklar ist

  • Ob Malteser wirklich hypoallergen sind – es fehlen repräsentative Studien.
  • Exakte Ursachen für häufige Todesfälle aufgrund fehlender epidemiologischer Forschung.
  • Martin Rütters Aussage über Malteser stammt aus Medienauftritten, nicht aus einer systematischen Studie.

Die Einschätzung: Manche Angaben basieren auf Erfahrungswerten, nicht auf grossen Datensätzen.

Der Malteser ist kein Hund für jedermann – aber für den richtigen Halter ein treuer Begleiter mit viel Persönlichkeit. Die Rasse verlangt mehr als nur gelegentliches Streicheln: tägliche Fellpflege, konsequente Erziehung und viel Nähe sind Pflicht. Für einen Anfänger, der diese Anforderungen akzeptiert, ist der Malteser eine hervorragende Wahl. Für Berufstätige mit wenig Zeit oder Familien mit Kleinkindern ist die Empfehlung jedoch klar: lieber zu einer pflegeleichteren oder robusteren Rasse greifen.

Ein detailliertes Malteser Hund Rasseportrait bietet zusätzliche Einblicke in die Besonderheiten dieser charmanten Rasse.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel kostet ein Malteser?

Ein Malteser Welpe von einem seriösen Züchter kostet in Deutschland zwischen 800 und 1500 Euro. Die monatlichen Unterhaltskosten (Futter, Pflege, Tierarzt, Versicherung) belaufen sich auf etwa 50 bis 100 Euro.

Wie gross wird ein Malteser?

Laut FCI Standard erreichen Rüden eine Widerristhöhe von 21–25 cm, Hündinnen 20–23 cm.

Wie pflege ich das Fell eines Maltesers?

Tägliches Bürsten mit einer weichen Bürste ist nötig, um Verfilzungen zu vermeiden. PetMD empfiehlt ausserdem regelmässige Bäder und professionelles Trimmen alle 4–6 Wochen.

Sind Malteser allergikerfreundlich?

Malteser haaren wenig, aber ob sie wirklich hypoallergen sind, ist wissenschaftlich nicht belegt. Viele Allergiker berichten von geringeren Reaktionen.

Was ist der Unterschied zwischen Malteser und Bichon Frisé?

Der Bichon Frisé hat ein lockiges, weisses Fell und eine rundere Kopfform. Der Malteser hat langes, glattes Fell und eine längere Schnauze. Beide sind kleine Begleithunde, aber der Bichon gilt als etwas verspielter und weniger territorial.

Wie erziehe ich einen Malteser?

Konsequenz, Geduld und positive Verstärkung sind der Schlüssel. Martin Rütter betont die Wichtigkeit klarer Regeln. Welpenschule und frühe Sozialisierung sind empfehlenswert.

Wie viel Bewegung braucht ein Malteser?

Trotz seiner geringen Grösse benötigt der Malteser tägliche Spaziergänge von 30–45 Minuten. Er ist kein reiner Couch-Potato, aber auch kein Hochleistungssportler.

Sind Malteser für Senioren geeignet?

Ja – Malteser sind ideale Begleiter für ältere Menschen, da sie wenig Bewegung brauchen, ruhig und anhänglich sind. Der Pflegeaufwand sollte jedoch bedacht werden.

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